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Nicole Höchst MdB zu immer besseren Abiturdurchschnittsnoten

(20.03.2019) In einem Interview mit der Rhein-Zeitung vom 16.03.2019 kommen vier Schulleiter aus dem Landkreis Birkenfeld zu Wort. Thema ist der immer bessere Notendurchschnitt beim Abitur.

Nicole Höchst MdB hierzu: „Seit Jahren sinkt das Niveau des Abiturs in Deutschland. Die im Artikel angesprochenen hohen Studienabbrecherquoten zeigen, dass das heutige Abitur leider nicht mehr selbstverständlich eine „Allgemeine Hochschulreife“ ausweist. Das von zwei Schuldirektoren befürwortete Zentralabitur trägt womöglich sogar zu einer höheren Vergleichbarkeit der Abschlüsse bei, unterliegt allerdings dem allgemeinen Niveaulimbo. Dieser entsteht dadurch, dass man sich bei der Aufgabenauswahl an den Bildungsschlusslichtern der Bundesländer ausrichtet. Letztlich geht aber die Diskussion an des Pudels Kern vorbei. Dadurch, dass der Elternwille über den Besuch der weiteren Schulform entscheidet, ist das Gymnasium längst zur inoffiziellen Gesamtschule geworden. Es ist wichtig, dass der Zugang zu höherer Bildung jedem offen steht. Das ist aber genau wie die Durchlässigkeit des Bildungssystems längst gegeben. Wir haben schlicht zu viele Schüler an den Gymnasien, welche eigentlich an einer anderen Schulform besser aufgehoben wären. Der Grund hierfür ist letztlich leicht auszumachen: Die völlig verfehlte Bildungspolitik in unserem Land, die jungen Menschen vorgaukelt, man müsse zwingend Abitur und einen Hochschulabschluss haben, um etwas wert zu sein. Der Akademisierungswahn geht am Bedarf unserer Gesellschaft vorbei. Wir müssen endlich wieder das Handwerk stärken und die klassische Lehre als das wertschätzen, was sie ist: das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wir brauchen mehr Meister, statt Master.

 

Nicole Höchst MdB ist Regierungsschuldirektorin a.D., Leiterin des AfD-Bundesfachausschusses 6 „Bildung, Wissenschaft, Kultur und Medien“ sowie stellvertretende Sprecherin des Arbeitskreises „Bildung“ der AfD-Bundestagsfraktion.

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